Atome oder Moleküle, die insgesamt mehr oder weniger Elektronen haben, als Protonen, also geladen sind, nennt man Ionen. Positiv geladene Ionen heißen Kationen, negativ geladene Ionen heißen Anionen.
Kationen: Die meisten einatomigen Kationen werden aus Metallatomen gebildet. Man verwendet zu ihrer Bezeichnung in der Regel den einfachen, deutschen Namen des Metalls, gefolgt von der Ladung als römischer Zahl:
Cu+: Kupfer(I)-Ion
Cu2+: Kupfer(II)-Ion
Fe3+: Eisen(III)-Ion
Bei Metallen, die nur eine Wertigkeit haben (nur ein Ion bilden), kann die römische Ziffer auch weggelassen werden.
Na+: Natrium-Ion
Li+: Lithium-Ion
Als Beispiel seien einige Kationen genannt:
Li+: Lithium, Na+: Natrium, K+: Kalium, Rb+: Rubidium, Be2+: Beryllium, Mg2+: Magnesium, Ca2+: Calcium, Sr2+: Strontium, Ba2+: Barium, Sc3+: Scandium, Cr3+: Chrom(III), Fe2+: Eisen(II), Fe3+: Eisen(III), Cu2+: Kupfer(II), Zn2+: Zink(II), NH4+: Ammonium
Anionen: Einatomige Anionen werden aus Nichtmetallatomen gebildet. Man verwendet zu ihrer Bezeichnung meistens den griechisch/lateinischen Wortstamm des Elementnamens mit der Endung –id.
Cl-: Chlorid
O2-: Oxid
N3-: Nitrid
Einige Anionen als Beispiele:
Cl-: Chlorid, I-: Iodid, CO32-: Carbonat, HCO3-: Hydrogencarbonat, SO42-: Sulfat, SO32-: Sulfit, S2-: Sulfid, NO3-: Nitrat, NO2-: Nitrit, ClO4-: Perchlorat, OH-: Hydroxid, CN-: Cyanid, CH3CO2-: Acetat, MnO4-: Permanganat, PO43-: Phosphat


